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Der "hamburger dokumentarfilmpreis" im Wettbewerb "direkt"
Erstmalig wurde bei der 6. dokumentarfilmwoche der hamburger dokumentarfilmpreis, dotiert mit 2000 €, an einen Film aus dem Wettbewerbsprogramm direkt vergeben.
Der erste hamburger dokumentarfilmpreis ging an
Empire St. Pauli – Von Perlenketten und Platzverweisen
Der von Irene Bude und Olaf Sobczak auf Mini-DV gedrehte und von der GWA St. Pauli produzierte Film (D 2009, 90 Min.) zeigt die Auswirkungen der Gentrifizierung auf Hamburgs berühmtesten Stadtteil, der lange Zeit auch der ärmste war.
Herzlichen Glückwunsch!
Hier einige Ausschnitte aus der Begründung der Jury, deren Wahl einstimmig war: „Der Film spricht ein aktuelles Thema an, das in vielen Städten – nicht nur in Hamburg – seine Aktualität und Problematik hat. Es geht um die Gentrifizierung, also um einen sozialen Umstrukturierungsprozess eines Stadtteils – in diesem Falle um den Hamburger Stadtteil St. Pauli…
…Zur Entscheidung für diesen Film führte auch, dass der Film die verschiedenen Facetten der Auseinandersetzung und Blickwinkel aufzeigt und dabei aber niemanden vorführt.
Positiv empfand die Jury auch, dass die hier thematisierten sozialen und politischen Konflikte nicht „nur“ dargestellt werden, sondern durch die Interviews werden auch politische und ökonomische Zusammenhänge und Hintergründe angesprochen. Man kann den Film als einen positiv kritischen Film bezeichnen, der nicht in Resignation endet, sondern sich durchgängig lebensbejahend, kraftvoll und intensiv zeigt.
Kamera, Schnitt und Ton haben gut zusammengearbeitet.“
Im Rahmen des Wettbewerbs direkt präsentiert die 6. dokumentarfilmwoche hamburg inhaltlich und künstlerisch anspruchsvolle Dokumentarfilme. In Auseinandersetzung mit Gesellschaft, Theorie und Ästhetik befassen sich die Produktionen mit politisch relevanten Themen. Preisverdächtig erscheinen uns Dokumentarfilme, die nicht nur gesellschaftliche Umstände abbilden, sondern versuchen direkt in Kontroversen einzugreifen.
Über die Vergabe entschied die folgende Jury:
Rita Bake (Historikerin, Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg)
Brigitte Kirsche (Cutterin, u. a. bei Eberhard Fechners »Comedian Harmonists« und »Der Prozeß«, bei Janek Riekes »Härtetest«)
Peter Sempel (Filmemacher aus Hamburg, Filme u. a. »Dandy«, »Jonas in the Desert« und »Flamenco mi Vida«)
Der Preis wird gestiftet von der Landeszentrale für politische Bildung, der wir an dieser Stelle herzlich dafür danken.