
Mi 11.4. | 20 Uhr | Metropolis
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Louisa
Katharina Pethke, D 2011, 62 Min., OF mit dt. UT
Louisa ist 23 Jahre alt, als die Diagnose feststeht: Sie ist gehörlos. Seit ihrer Kindheit hat die Funktion ihrer Innenohren immer weiter nachgelassen, bis sie schließlich beim Hörtest keine Worte mehr erkennt.
Katharina Pethke begleitet die Protagonistin, die zugleich ihre Schwester ist, auf der Suche nach einem neuen, selbstbestimmten Leben. Wir werden Zeuge, wie Louisa sich gegen ein Hörimplantat entscheidet, die Gebärdensprache lernt und aus dem Haus ihrer Eltern auszieht. Und wir erfahren von den Hindernissen bei dieser Emanzipation – etwa dann, wenn Louisa per Behindertenausweis als »hilflos« eingestuft wird. Der Film nähert sich seiner Protagonistin dabei stets behutsam an, nimmt in mehreren Szenen den Ton zurück und ersetzt ihn durch ein leises Rauschen.
Ein einfühlsames, persönliches Porträt, an dessen Ende man Louisa zustimmen muss: Es ist nicht an ihr, sich anzupassen – sondern an der Gesellschaft, sie so zu akzeptieren, wie sie ist.
Mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2011 (Sonderpreis 30 bis 78 Minuten) ausgezeichnet.
2011 ausgezeichnet mit dem »Prädikat besonders wertvoll« der Deutschen Film- und Medienbewertung.
Zu Gast: Katharina Pethke und Louisa Pethke
Hamburg-Premiere