Fr 10.4. | 16 Uhr | Metropolis


Schildkrötenwut

Pary El-Qalqili, D 2012, 70 min, OmU

 

Die Regisseurin Pary El-Qalqili ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Palästina, die Heimat ihres Vaters, ist nicht die ihre. Als sie zwölf ist, versucht er, dorthin zurückzukehren und für die Freiheit zu kämpfen. Doch er scheitert und kommt als gebrochener Mann wieder nach Deutschland. „Seitdem sitzt er unten im Keller. Wie eine Schildkröte zurückgezogen in seinem Panzer.“ Als Erwachsene beginnt seine Tochter, ihm Fragen zu stellen über ihre Familie sowie seine Geschichte und ist überrascht von der Wut, die er empfindet. Die Wut über das Unverständnis, das ihm in Deutschland entgegenschlägt, und darüber, seine Erfahrungen nicht vermitteln zu können. Gemeinsam treten beide eine Reise in den Nahen Osten an.

 

 

Im Anschluss: Diskussionsrunde zum Thema „Das Selbst im Fokus – Autobiografische Dokumentarfilme“, präsentiert vom DFG-Projekt „Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945–2005“ und dem Teilprojekt „Ästhetik und Themen des dokumentarischen Films“ der Universität Hamburg.

 

Filmgespräch: Pary El-Qalqili, Janine Weisser-Gleisberg (Uni HH), Carsten Heinze (dokArt), Moderation: Cornelia Lund (Uni HH)

 

„taz“-Artikel



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