Fr 10.4. | 21 Uhr | Lichtmess


Wenn es blendet, öffne die Augen

Ivette Löcker, AUT 2014, 75 min, russ. OmU

 

„Du wirst mal nicht mehr sein“, sagt Ljoscha. Und Schanna, seine Freundin, antwortet: „Ich werde

immer sein.“ Das Paar teilt sich mit Ljoschas Mutter eine winzige Wohnung in einer Plattenbausiedlung in St. Petersburg. Es ist fast ein Wunder, dass Ljoscha und Schanna noch da sind. Sie sind Überlebende der „Generation Perestroika“. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion überschwemmten Drogen das Land. Die neue Freiheit war eine große Party und ging einher mit großer Perspektivlosigkeit. Viele starben. Ljoscha und Schanna halten mithilfe von Substituten mühsam eine Art von Alltag aufrecht: Ljoscha arbeitet nebenher als Streetworker und kümmert sich um den Methadon-Nachschub. Schanna haben die Jahre der Sucht fast vollends ruiniert. Sie kann kaum noch gehen. Doch ihr Kopf ist wach. Der Film dokumentiert ein fragiles Beziehungsgefüge zwischen Vertrautheit und Verfall. Ein Porträt eines ungewöhnlichen

Paares. Ein Liebesfilm.

 

Gast: Ivette Löcker

 

Hamburg-Premiere

 

Protokoll Duisburger Filmwoche

 

 

TEASER "Wenn es blendet, öffne die Augen" from ivette loecker on Vimeo.



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