So 13.4. | 21.15 Uhr | Metropolis


Neuland

Anna Thommen, CH 2013, 93 min, dt., schweizerdt., farsische OmeU

 

Herr Zingg ist Lehrer mit Leib und Seele. Seine Laune ist immer nur so gut wie der Lernerfolg seiner Schüler*innen. Nie würde er einen von ihnen hängenlassen. Und das ist auch gut so, denn die Jugendlichen, die Zingg betreut, wurden von ihren Heimatländern, Familien und überhaupt vom Leben schon zur Genüge hängengelassen. Zingg leitet eine Inte-grationsklasse in Basel. In ihr haben die jungen Frauen und Männer aus aller Welt zwei Jahre Zeit, Deutsch zu lernen und sich mit der Kultur der Schweiz vertraut zu machen. Der Afghane Ehsanullah etwa, der zu Fuß durch die Türkei gelaufen ist, oder die Albanerin Nazlije, die nach dem Tod ihrer Mutter bei Verwandten unterkam. Für sie wie für die anderen ist Lehrer Zingg ein Ruhe- und Orientierungspol in einem Land mit strengen Konventionen und extremem Leistungsdruck. Und mit jedem Tag, an dem das Schulende näherrückt, stellt sich für die Migrant*innen quälender die Frage: Gibt es überhaupt einen Platz für mich in dieser Gesellschaft?

 

Bester Dokumentarfilm bei den First Steps 2013.

 

Gast angefragt

 

Hamburg-Premiere

 



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