Samstag, 14.4. 21 Uhr


Congo River

von Michel Thierry, Belg./Fr. 2006, 113 Min., O.m.U.

 

Die filmische Reise von der Mündung bis zur Quelle des Kongo ist mehr oder weniger bewusst orientiert an Joseph Conrads fabelhafter Erzählung „Das Herz der Finsternis". Die Filmenden reisen wie die Einwohner der Gegend in Einbäumen, Motorbooten und weite Strecken auf einem riesigen Ponton, auf dem die zahllosen Mitreisenden sich neben der Ladung aus Holz oder Planen einen Unterschlupf bauen, als Schutz gegen Hitze, Wind und Regen, zum Kochen und Schlafen. Die Dramaturgie des Films folgt konsequent dem Verlauf dieser Flussfahrt, und ganz allmählich entsteht ein Bild des Kongo, bei dem die zahlreichen Episoden eine Ahnung vom Ausmaß der Tragödien vermitteln, die sich dort abspielen. Man erlebt alles mit, den Dschungel, eine überwucherte Universität, die Fliegen, die elementaren Gewitter, patriotische Soldaten, War Lords, die Opfer von Plünderungen und Vergewaltigungen sowie den unerhörten Mut von Menschen, die ihr Überleben in die Hand nehmen. Und man fragt sich, wie sie die Kraft finden, sich eine Zukunft zu schaffen.

 

www.congo-river.com



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